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01.08.2008 - Sven Väth & Mathew Jonson - Cocoon Club, Frankfurt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jobber   
Samstag, 02 August 2008

Da lebt man nun schon ein paar Wochen in der Bankerstadt Frankfurt/Main und man war noch nicht im Cocoon Club, der 2004 und 2005 von den Fachzeitschriften Raveline und Groove zum besten Techno Club Deutschlands gewählt wurde. Schande über mein Haupt. Also war es längst Zeit den Club von Sven Väth mal einen Besuch abzustatten. Sichtag war Freitag, der 1 August.

Hierzu muss man wissen, dass am Wochenenden unterschiedliche Musik gespielt wird. Am Freitag wird in der Mainhall Techno und im Micro (der 2 Area) House/Elektro. Am Samstag wird in der Mainhall House gespielt,. während im Micro Hip Hop angesagt ist. Ein deftiger Grund also, um auf einen Samstag den Cocoon Club möglist aus dem Weg zu gehen. Am Freitagen spielt ab und an nicht nur der gute Sven Väth, sondern auch immer ein Gast DJ. So war es diesmal der kanadische Produzent (der nun aber nach Berlin gezogen ist) Mathew Jonson. Dieser wurde 2004 zum besten Produzenten gewöhlt. Am diesen Tag spielte er ein Live Set auf der Bühne. Aber kommen wir dazu später.

Erstmal wie der Abend begonnen hat. Los ging es mit der S-Bahn bis Frankfurt Süd. Da dachte ich mir man kann ja mit einen Taxi zum Cocoon Club fahren. Pustekuchen. Kein Taxistand weit und breit in Sicht. Oder war ich einfach nur blind. Egal, was nun. Gut, ok dann halt zum Hauptbahnhof fahren und von dort mit einen Taxi fahren. Auch das ging nicht, da ich die Regionalbahn um genau 10 Sekunden verpasst habe. Also ab in die nächste S-Bahn und erst mal 2 Stationen weiter zur Ostendstrasse. Laut Plan soll von dort aus eine S-Bahn direkt in die Nähe vom Club fahren. Gesagt, getan. Also eingestiegen in die S-Bahn. Die war bereits bis zum Bersten voll, aber natürlich wollten nicht alle in den Cocoon Club. Vorbei an Autohausen von den verschiedensten Marken stieg man nun bei der Haltestelle Dieselstrasse aus. Von dort waren es noch ca. 5 bis 10 Minuten Fussweg zum Cocoon Club.

Dort hat es erst mal gedauert bis man in den Laden reinkam, da sich eine grosse Menschenmenge davor versammelt hat. Nachdem die 15 € Eintritt bezahlt wurde, ging es erst mal auf Erkundungstour. Der Cocoon Club ist auf jeden Fall eine geile und einzigartige Location in Deutschland und Europa. Alleine das ist der Eintrittspreis mehr als wert. Die Mainhall war sehr futuritisch gestaltet. Das DJ Pult befand sich in eine Art Ufo in ca. 4 Meter Höhe. Es gab mehrere Tanzpodeste, die für mehrere Feierschweine Platz bot. Dazu gab es noch eine Gogo Show aller Feinsten. Die Gogos waren nicht nur heiss anzusehen, nein auch wie waren sehr futuritisch gekleidet. Die Mainhall war sehr gut temperatiert. Trotzdem gab es zwischendurch immer mal wieder durch kalte Nebelscheinwerfer immer eine willkommende Abwechslung, denn bei den geilen Techno der gespielt wurde, konnte man sein Bein einfach nicht still halten.

Neben den Headliner Mathew Jonson der 1 Stunde live spielte und seine Sache mehr als gute machte, war natürlich ein Hauptaugenmerk auf Sven Väth geworfen. Alleine durch ihm war die Mainhall brechend voll. Teilweise ist der gute Sven auch ein bisschen überbewertet (so wird er ja von vielen Gästen quasi als Gott angebetet), aber nichtdestotrotz hat er ein sehr sehr schönes Set hingelegt. Passend zur Clubatmosphäre und weg von langweiligen Disco Partys wo 08/15 Musik runtergespielt wird. Das war hier feinster Techno, den man in so einer Art nur sehr selten hört. Dementsprechend taten auch meine Beine nachher weh. Aber auch dafür gab es Abhilfe. Rund um die Mainhall führte ein Gang, bei der es mehrere Chillout Sitzecken gab, wo man sich gemütlich hinsetzen konnte und der Musik in der Mainhall lauschen konnte. Sehr geil waren auch die Sitzecken, die in den Wänden des Ganges eingebaut war. Hier könnte man sich schön hinlegen und durch ein Glasfenster das Treiben auf der Mainhall bewundern.

Zu Beginn war die Musik noch sehr leise. Wer also gleich zu Beginn schon laute Musik hören möchte ist im House Floor gut aufgehoben oder sollte erst nach 0.00 Uhr kommen. Denn erst dann wird die Musik lauter.

Es gab auch eine 2 Area. Dieser war der House Bereich. Hier hielt ich mich allerdings nicht so lange auf. Schliesslich erlebt man Sven Väth ja auch nicht alle Tage. Positiv in der House Area war jedoch, dass hier genug Platz zum Sitzen sowie auf der Tanzfläche war.

Kommen wir mal zu den Getränkepreisen im Cocoon Club und die waren nicht ohne. Ein Bier gab es für 4 €. Ein Bacardi-Cola oder ein Barcardi-Razz-Sprite gab es für 8 €. Hört sich jetzt sehr viel an. Ist auch vielleicht im Vergleich zu anderen Localitäten ein sehr teurer Preis. Aber dafür gab es sehr grosse Gläse, orginal teurerBarcardi, Vodka oder was auch immer. Also kein billiger Abklatsch. Nichtdestotrotz natürlich sehr happige Getränkepreise, aber da sich der Cocoon Club als exklusiver Club versteht, möchte man anscheinend auch die Getränkepreise in einer staatlichen Höhe ansetzen. Also für Leute die den Cocoon Club besuchen wollen, sollten genug vortrinken oder genügend Geld dabei haben. In der Nähe der Strassenbahnhaltestelle befinden sich auch mehrere Tankstellen, die teilweise nachts auch sehr gut besucht sind. Stichwort Tankstelle Reeperbahn in Hamburg. Hier kann man sich auch noch mal mit Getränke versorgen bevor es in den Club geht.

Zu Essen gab es auch etwas im Coccon Club. U.a. den Cocoon Burger für 5,50 €. Dieser ist einfach ein ganz normaler Cheeseburger mit einer nicht zu identifizierbaren Soße. Will man wahrscheinlich auch gar nicht wissen. Ferner noch ein Sandwich (bestehend aus 2 Toastbroten) für 4 €. Man sieht also, auch bei den Essenpreisen schlägt der Cocoon Club ordentlich zu.

Aber trotz der vielleicht teuren Preise lohnt sich ein Besuch im Cocoon Club auf jeden Fall. Einmal im Leben sollte man diesen einzigartigen Club besucht haben. Der Abend hat mir sehr viel Spass gemacht und schreit nach einer Wiederholung. Vielleicht am 22. August. Dann wird neben Sven Väth diesmal der Pole Jaczek Sienkiewicz zu Gast sein.

Review (Marco Gerdes)

 

 

 

 
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