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08.08.2008 - HardKitchen 8 - Charity One - MC Dirty Vultures, WHV PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jobber   
Samstag, 09 August 2008

Der 8.8.2008. Ein Datum, bei denen Kirchen und Standesämter Hochkonjunktur haben. Schliesslich ist der 8.8.08 ein Datum, bei den man so schnell nicht den Hochzeitstag vergisst. So schnell wird man auch die nummehr schon achte Ausgabe der HardKitchen vergessen. Ein besseres Datum hätte man nicht finden könnnen. Um es vorwegzunehmen die 9 Ausgabe dedr HardKitchen wird nicht erst am 9.9.09 sondern schon wesentlich eher stattfinden. Aber das ist Zukunftsmusik, wichtiger ist die Gegenwart, sprich die Party selber.

2005 im kleinen Rahmen in Wilhelmshaven gestartet, ging die HardKitchen 2006 und 2007 für insgesamt 3 Partys nach Sande. Schon dort wurden kleine aber feine Partys gefeiert. Auf die Dauer war das allerdings auch keine Lösung, also wurde nach einer anderen Location Ausschau gehalten. Nach ein bisschen Suchen wurde mit dem Motorradclub MC Dirty Vultures ein passender Ort gefunden. Zum ersten Mal sollte die HardKitchen in einen etwas größeren Rahmen stattfinden. Auch stand die 8 Ausgabe unter einen besonderen Stern. Denn ausschliesslich alle Einnahmen gingen einen wohltätigen Zweck zu. Die Rede ist von der zehnjährige Jennifer Nass aus Schortens, die in Dezember 2007 einen Pseudo-Krupp-Anfall erlitt und seitdemim Wachkoma liegt. Genauere Informationen sowie natürlich auch die Möglichkeit zu spenden, findet ihr auf der Seite http://bewegung-fuer-jennifer.npage.de/. Macht davon reichlich Gebrauch, denn wenn jeder auch nur ein paar Euro spendet, ist der Familie von Jennifer schon viel geholfen, um diesen Schicksalsschlag zu überstehen.

Zurück zur Party. Ein Freitag ist natürlich auch recht ungünstig eine Party zu veranstalten, denn es müssen ja noch einige Leute am Samstag arbeiten. Für mich selber war es auch sehr ungünstig, dass der 8.8 auf einen Freitag fiel. Denn so hiess es für mich nach der Arbeit gleich in den Zug zu steigen und aus Frankfurt nach Wilhelmshaven zu fahren. Die Bahn die Abfahrtszeiten pünktlich einzuhalten. Kommt auch nicht so häufig vor. Aber war so ganz gut, denn dann konnte man wenigstens stressfrei die Zugfahrt geniessen, ohne ständig auf die Uhr zu schauen und zu überlegen, ob man seine Anschlusszug erreicht. Nachdem ich in Wilhelmshaven eingetrudelt bin, ging es schnell nach Hause.  Diesmal habe ich mich etwas beeilt um nicht zu spät auf der Party zu erscheinen.

Gegen ca. halb 12 erschien ich im MC Dirty Vultures. Dieser Laden ist recht schick. Was aber gleich auffiel war, dass es gerade zu Beginn richtig knallig heiss war. Ob das wohl Absicht war, damit die Leute sich frei machen können, lasse ich mal offen. Jedenfalls nachher wurde es wieder angenehmer. Das lag aber leider auch daran, dass zu späteren Stunde immer weniger los war. Statt dass Leute gekommen sind, sind Leute gegangen. Eigentlich sollte es ja andersrum sein. Deshalb habe ich zu Beginn auch erwartet, dass nicht viel los sein wird. Aber 1 kommt es anders als man 2 denkt. Der MC Dirty Vultures war nämlich schon recht gut gefüllt. Die Musik war auch sehr ansprechend. Serkan Kocak legte gerade auf, als ich erschien und legte ein schönes Trance Set hin. Etwas was man leider eher sehr selten hört. Dementsprechend war diese Musikart für viele Leute auch erst mal Gewöhnungssache. Er machte seine Arbeit aber wirklich hervorragend und zählte mit zu den besten DH´s des Abend. Leider war kaum bis gar nichts auf der Tanzfläche los. Aber das kennt man ja. Zu Beginn ist immer wenig los. Keiner traut sich so wirklich. Es muss erst mal jemand den Anfang machen, bevor sich auch andere auf die Tanzfläche begeben.

Nach Serkan drehten Adhinnio Ferior aka Sascha sowie Damien d'Arc an den Turntables. So langsam trauten sich auch die ersten auf den Tanzfläche. Allerdings sind auch schon einige Leute gegangen. Gut es waren darunter auch Leute, die auf andere Musik gehofft haben. Andere Musik die erst sehr viel später gespielt wurde, aber das war es dann leider schon zu spät. Nach den Beiden legte der Headliner des Abends DJ Macco auf. Er hätte sicherilch einige Leute mehr verdient, aber das Problem war, dass schon einige Leute gegangen sind, während andere wiederrum auf eine andere Techno Veranstaltung in WHV gingen. Schade, dass die Veranstalter meinten, die Party auf den gleichen Tag zu legen wie die HardKitchen. Denn schliesslich stand der Termin der HardKitchen ja schon sehr lange fest und Wilhelmshaven ist auch nicht unbedingt eine Stadt, die sich 2 Techno Events am gleichen Tag leisten können.

Nach Macco wurde es endlich mal etwas härter, denn Tim stand an den Decks bereit und wie nicht anders von ihm zu erwarten, wurde ein leicht chaotisches Set gespielt. Aber so muss das auch sein, um Stimmung und Spass auf einer Party zu verbreiten. Natürlich war die Musik auch richtig genial, endlich wurde auch mal Hardstyle am Abend gespielt, worauf sicher der ein oder andere schon sehnlichst darauf gewartet hat. Schade nur, dass gerade zum Ende kaum noch was los ist. Dieses Problem hat auch der letzte DJ am Abend, der Hamburger BeatStylez. Bei ihm wurde es noch eine Spur härter. Genau das Passende um der HardKitchen einen passenden Abschluss zu bieten.

Noch ein Wort zur Anzahl der Personen. Natürlich ist jeder Anfang schwer. Gerade die ersten Partys sind immer schlecht besucht. Wenn man das Ding allerdings durchzieht dann kommen nach und nach auch die Leute. Die ersten Partys sind immer die schwersten Partys. Hier heisst es also am Ball zu bleiben. Aber so wird es auch sein, denn die 9. Ausgabe der HardKitchen kommt so sicher, wie der Wind und Sturm in Wilhelmshaven. Wieviel genau das waren, lässt sich schwer einschätzen, denn es war ja ein Kommen und Gehen. Aber es waren auf jeden Fall mehr Leute als noch bei den HardKitchen Ausgaben in Sande und das war ja auch erst mal das Ziel. Warum Leute schon nach 10 Minuten wieder géhen ist mir ein Rätsel. Vielleicht hiess hier das Motto "Gesehen und gesehen werden". Einmal kurz zeigen, dass man auch da war und dann gleich wieder weg.

Schlussendlich hat die Party dennoch Spass gemacht und man ist zufrieden nach Hause gegangen. Und das ist alleine was zählt. Ein Event den man positiv im Gedanken behält, die HardKitchen Vol. 8.

Ein Lob geht an den Besitzer des MC Dirty Vultures für die reibungshilfe Hilfe, an alle DJ´s, an die Organisatoren und natürlich an alle Leute die zur Party erschienen sind.

Review (Marco Gerdes)

Bilder (Sascha Streck und Sascha Herhammer)

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