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Illegale Open Air Raves feiern derzeit ein Comeback Illegale Open Air Raves feiern derzeit ein Comeback in Großbritannien. Aus Protest gegen die Bierkultur kommerzieller Clubs und überteuerte Eintrittspreise versammeln sich britische Jugendliche - wie Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger - zu Parties auf abgelegenen Feldern, an einsamen Stränden und in Wäldern. Die Parties in Grafschaften wie Essex, Kent oder Sussex ziehen zwischen 200 bis 2000 Jugendliche an. Ende August kam es bei einem Rave in der Nähe der ostenglischen Stadt Great Chesterford zu Ausschreitungen zwischen Polizei und 1000 Feierlustigen. 35 Leute wurden verhaftet, 11 Polizisten verletzt. Im Gegensatz zur älteren Hausbesetzer- und Traveller-Szene, die 1988/1989 zu House, Rave und Happy Hardcore tanzte, sind es heute vor allem Teenager und Mitzwanziger, die sich bei Hard Techno, Drum ’n’ Bass und Psytrance gehen lassen. Die DJs sind fast nur in der Szene bekannt - Psytrance Acts wie Section 63, Beatz & Freaks oder die Electro-Houser Rebel Beat Faction. Die Smiley T-Shirts, Leuchtstäbe und Wick-Vaporub-Inhalierer von damals werden durch Combats, Lachgas-Ballons und Handy ersetzt. Doch für die heutigen Rave-Kids ist es nicht mehr so leicht, ihre Parties zu feiern: Obwohl die Kommunikation durch SMS und Internet wesentlich einfacher geworden ist und so kurzerhand die Location gewechselt werden kann - sollte die Polizei aufmerksam werden, hat sich die gesetzliche Lage um einiges verschärft. Der sogenannte Criminal Justice Act von 1994, eingeführt als direkte Reaktion auf die Raves der Endachtizger, verbietet unautorisierte Parties von zehn oder mehr Personen, die Musik hören, die "völlig oder vornehmlich durch die Emission einer Folge sich wiederholender Beats charakterisiert wird". So muss man als Raver dem Arm des Gesetzes immer einen Schritt voraus sein. DJ Judge Jules, der seine Karriere auf illegalen Raves startete, sieht in dem Vorgehen der Polizei die Crux: "Die Polizei scheint bei diesen Events extrem hart zuzugreifen. Open Air-Parties, die nichts kosten, werden trotzdem weiterhin stattfinden. Polizeiaktionen erregen nur Aufmerksamkeit und stärken die Szene eher als das sie abschrecken." Quelle: www.raveline.de |