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Am ersten Adventswochenende kursierte im Netz eine traurige Neuigkeit, die sich wahrscheinlich als richtig herausstellen wird. So haben mehrere Label, die bei Neuton im Vertrieb sind ein Schreiben des Traditions-Vertriebes aus Offenbach am Main erhalten aus dem hervorgeht, dass Neuton heute Gläubigerschutz beantragen, sprich beim zuständigen Insolvenzgericht den entsprechenden Insolvenz-Antrag stellen wird. Hauptgrund für diese bedauerliche Sachlage ist der einige Wochen zurückliegende und Kontinente übergreifende Zusammenbruch von CISCO Distribution, der jetzt auch zwangsläufig auf Neuton zurückwirkt. Cisco war einer der Vinyl-Hauptabnehmer von Neuton in Übersee (vor allem Japan und USA) und hinterlässt akut ein Zahlungsdefizit, das von Neuton aus eigener Kraft derzeit nicht abgefangen werden kann. Von einer Zahlungsunfähigkeit ist Neuton dennoch immer noch entfernt. Doch laut deutschem GmbH-Recht muss der Geschäftsführer einer GmbH bereits bei Verdacht einer sich möglicherweise abzeichnenden Zahlungsunfähigkeit von sich aus das Insolvenzverfahren einleiten, sonst macht er sich bei Unterlassung, ggfs. auch Insolvenzverschleppung strafbar.
Es spricht in diesem Falle übrigens für Neuton, dass alle Vertriebs-Labels, soweit erreichbar, vor diesem Wochenende über den Sachverhalt informiert wurden, und ihren Katalog sofort zurückziehen können.
Angesichts der unbestrittbaren Verdienste des Offenbacher Vertriebs, der seit 1993 für eine sehr große Stilvielfalt im Bereich elektronischer Musik steht kann man nur hoffen, dass die Insolvenz abgewendet werden kann.
Unter anderem vertreibt Neuton die folgenden Label exklusiv: AFU, Allyoucanbeat, Beatdisaster, Catenaccio, Combination, Elektrolux, Four Twenty, Kiddaz FM, Level, Mantis, Motoguzzi, Perlon, Plus 8, Sonar Kollektiv, Tresor oder Vakant. Quelle: www.raveline.de |