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Alle Jahre wieder kehrt der Winter und somit die kalten Temperaturen wieder und zeigt sich somit für die Meisten als ungewollter "Gast". Ein "Gast" der einfach da ist, auch wenn man ihm nicht eingeladen hat. So einfach ist der "Gast" auch nicht wegzukriegen. Man möchte ihm nicht haben, aber er ist nunmal da. Wie kann man es aber trotzdem einrichten, damit dieser "Gast" nicht so im Vordergrund spielt. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Am Wochenende gebe es da zum Beispiel die Möglichkeit einen lustigen und lange Partynacht zu verbringen um die kalten Temperaturen hervorgerufen durch den uneingeladenen "Gast" vergessen zu machen. So auch an diesen Freitag, den 12.12.2008 in Wilhelmshaven. Happyraver präsentierte bereits zum 9 Mal seinen Beitrag zur kultureren Abendgestaltung. Auch diesmal wurde wieder ein rundes Datum ausgesucht, nämlich der 12.12, damit auch niemand das Datum der Party vergisst. So vielleicht auch der Hintergedanke. Nach der letzten HardKitchen, wo für die zehnjährige Jennifer Nass aus Schortens gespendet wurde, wurde auch diesmal wieder unten einen guten Zweck gefeiert. Alle Einnahmen kommen der zehnjährigen Jennifer und ihrer Familie zugute, um diese schweren Zeiten für sie zu überstehen. Seit Dezember 2007 liegt sie im Wachkoma. Die Kosten der Betreuung und Therapie sind, wie man sich vorstellen kann, sehr hoch. Nachdem wir im August über 600 € an Spenden gewonnen werden könnten, wollten wir auch diesmal wieder diese Marke erreichen. Aufgrund einer anderen Party am Samstag mussten wir leider auf den Freitag ausweichen. Ein Tag am Wochenende, der nicht so feiertauglich wie noch der Samstag ist. Schliesslich muss noch der Ein oder andere am Samstag arbeiten, oder der ein oder andere hat am Freitag noch eine lange Fahrt von der Arbeit direkt zur Party. So erging es u.a. auch mir. dass ich am Freitag direkt nach der Arbeit mit den Zug von Frankfurt in die alte Heimat Wilhelmshaven ging. U.a. das gleiche Spiel, überfüllte Züge und am Ende viele "Besoffene" die gerade vom Oldenburger Weihnachtsmarkt zurückfahren. Vorglühen ist schon etwas anderes, wenn die ein oder andere Damenkeglermannschaft im Abteil mit unterwegs ist. Dachte sich wohl auch der Lokführer und gab etwas mehr Gas als sonst, so dass man mehr als pünktlich trotz überfüllten Zug in der Jadestadt ankam. Von dort aus ging zum MC Dirty Vultures im Mühlenweg. Einer kleiner aber feiner Motorradclub direkt in der Nähe der JVA. Aber keine Angst die Gefangene wurden nicht freigelassen. Die einzigen die freigelassen wurden, waren die Feierschweine, die wieder zu einen gelungenen Abend beitrugen. War noch beim letzten Mal zu Beginn der Laden sehr gut gefüllt, erwartete mich diesmal leider deutlich weniger Leute. Im Laufe des Abends kamen aber doch noch Einige um der Party beizuwohnen. Trotzdem kann man natürlich mit der Anzahl der Gäste nicht zufrieden sein. Hier sollte beim nächsten Mal vielleicht anders vorgegangen werden. Flyer sind zwar schön und gut, aber der geneigte Beobachter schaut einmal auf den Flyer rauf und vergisst es im nächsten Moment schon wieder. Einprägsamer sind da natürlich Poster, die an strategisch geschickten Stellen aufgestellt werden müssen. Leider wurden die Poster erst sehr spät fertig, so dass sich dieses Thema quasi erledigt hat. Dazu kommt natürlich dass der Name "HardKitchen" (noch) recht unbekannt ist. Gerade gegenüber etwas Neuen und Unbekannten reagiert der Otto Normalmensch erst etwas zurückhaltend. Um die Neugier zu stärken muss schon entweder ein hochkarätiger DJ her (der natürlich mit hohen Kosten verbunden ist, die sich in dieser Region nicht rentieren würden) oder man muss die Party einfach häufiger veranstalten. Dann wird es auch mal voller. Wichtig in diesem Zusammenhang ist natürlich die Partygäste die gekommen sind zu befriedigen mit guter Musik und ebenso guter Stimmung, damit er zufrieden nach Hause gehen kann. Kommt er zufrieden nach Hause erzählt er im Bekanntenkreis wie gut die Party war, so dass von Party zu Party immer mehr Neulinge kommen. Ich denke mal mit der HardKitchen 9 am 12.12 wurde ein guter Grundstein gelegt, denn der Sound war eindwandfrei und ein weites Stückchen besser als beim letzten Mal. Langweilige Elektro Musik wurde verdrängt durch bessere Beatz und bessere tanzbare Musik. Natürlich waren auch die ein oder anderen Lieder dabei mit denen die Meisten nicht so viel anfangen konnten, da es in diesen Breitengraden noch recht unbekannt ist. Aber ich denke mal auch das wird sich in naher Zukunft ändern. Zum ersten Mal gab es auch einen Liveact auf der HardKitchen. Die beiden Jungs von elektroludwig luden mit einer Mischung aus Rock und elektronischer Musik die Partygästen zum ausgefallenen Feiern an. Auch hier wird man in Zukunft sicherlich noch das Eine oder Andere von den Beiden hören. Der Schritt von Produzieren zum Auflegen/Spielen wurde vollzogen. Jetzt kann es weitergehen. Auch die anderen DJ´s seien es zum Beispiel Ey-Gend MX, der nach einer Babypause nun wieder am Durchstarten ist oder Serkan mit einen interesanten und abwechslungsreichen Goa-Trance Set überzeugten durch gute Qualität bei ihren Auflegen. Nicht vergessen dürfen natürlich auch die Happyraver eigenen DJ´s Adhinnio Ferior und Tim Schröder, die ebenfalls einen sehr guten Sound rüberbrachten. Der dritte im Bunde der lustigen Truppe Damian D Árc hat bereits als Bandmitglied von elektroludwig seinen Auftritt. Als Fazit lässt sich festhalten, dass die HardKitchen wieder sehr viel Spass gemacht hat. Man konnte gut feiern, traf alte Bekannte wieder, hörte guten Musik zu fairen Getränkepreisen und erlebte einen Abend, den man so schnell nicht vergessen wird. Und das alles noch zu einen guten Zweck. Es hätten natürlich weitaus mehr Partygäste vor Ort sein können, aber irgendwann wird es aufeinmal Knacks machen und der Laden ist voll. Aller Anfang ist schwer und nach der 2 Party im MC Dirty Vultures besteht auch weiterhin Potential zu mehr. Review (Marco Gerdes) Fotos (Happyraver Allstars) Zu den Bildern |