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Schöpferische Pause braucht jeder Mensch mal. Bei den einen dauert die Pause nur kurzzeitig an, bei anderen durchaus ein ganzes Leben. Im Fall von Sven Väth, vergingen nur einige Woche bis er wieder in seinen "Wohnzimmer" und gleichzeitig den teuersten und nach diversen Awards auch besten Club Deutschland wieder einen Besuch abstattete. Den Jetlag hat er nach mehreren Wochen Asien Aufenthalt gut überstanden, so dass er wieder frisch gestärkt und um einige Jahre verjüngert (jaja was bestimmte Ecken in Asien so ausmachen) ins Tagesschäft eingreifen konnte. Grund genug also den Cocoon wieder einen Besuch abzustatten, um den Vater des Techno in Deutschland, der nun seit ewiger Zeit zur internationalen DJ Elite zählt, seine Aufwartung zu machen. Das bei Papa Väth der Cocoon Club wieder voll sein wird, habe ich mir schon im Vorfeld gedacht. Allerdings dass er so aus allen Nähten platze und am Ende an die 3500 bis 4000 Feierschweine aus aller Welt Platz schaffte, hätte ich nicht unbedingt erwartet. So lange war Papa Sven doch auch nicht wieder weg, Freunde der Nacht. Aber man merkt, man braucht nur den Namen Sven Väth ins Spiel bringen und schon sind die Läden brechend voll. Seine Anhängerschaft aus aller Welt bleibt weiterhin sehr gross. Dabei spaltet er auch das Feiervolk. Entweder man liebt seinen Sound oder man kann nichts damit anfangen. Einen Zwischenweg gibt es nicht. Aber genau das macht erfolgreiche Menschen auch aus. Und dazu gehört definitiv ein Sven Väth, der uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt. Aber zurück zum Cocoon. Fing erst mal gut damit an, dass einen die Strassenbahn vor der Nase wegfuhr. Also 20 Minuten bis zur nächsten Bahn warten. Die Zeit konnte man u.a. damit totschlagen Autos zu beobachten, die ständig geblitzt wurden. Da half das späte Bremsen auch nicht mehr. Also auch für die Stadt Frankfurt ein durchaus erfolgreicher Abend. Sofern nicht irgendwelche Leute auf die Idee kommen, die Blitzkamera einfach mitzunehmen, wie schon passiert. Nach einer halben Stunde war man auch schon beim Cocoon. Dort "erwartete" einen eine Riesenschlange. Ach du Kacke dachte man sich. Na gott sei Dank kein Regen dachte man sich. Nachdem es doch sehr schnell voran ging stocke es auf den letzten Metern. Tolle Wurst, die paar Meter schafft man doch auch noch. Naja Angst davor, nicht mehr reinzukommen brauchte man nicht zu haben, zählt der Cocoon doch zu einen der größten Clubs in Deutschland und Europa. Gleiches Bild auch bei der Jackenabgabe. Hier hatte man jedoch noch Glück gehabt, denn man kam sehr schnell schon dran. Eine halbe Stunde später ein anderes Bild. Dann musste man ebenso lange warten, bis man die Jacke abgeben konnte. Die Mainhall platze wie bei allen Sven Väth Auftritten aus allen Nähten. Und Papa Väth hatte wieder einen guten Tag erwischt und man merkte es ihm auch deutlich an, dass ihm der Asien Trip sehr gut getan hat. Um einige Jahre verjüngert und mit "gudder Laune" ausgestattet wollte er gar nicht mehr aufhören aufzulegen. Aber brauchte er auch nicht, denn der Sound war wieder absolut genial. Schöner treibender Techno der nach vorne geht und bei der kein Tanzbein still bleiben kann. Auch die Gogos hatten wieder einige exklusive Outfits an, die ständig wechselten. Man dachte im ersten Augenblick daran, welcher Modedesigner im Koks Zustand diese Outfits entworfen hat. Aber sehr genial auf jeden Fall. Da können auch die teuersten Clubs auf Ibiza fast nicht mithalten. Diesmal war auch auf den Gängen und im Micro kaum ein Durchkommen. Konnte man beim letzten Mal hier noch gut chillen, war diesmal leider alles voll. Gleiches Bild bei der Essenausgabe. Aber naja musste man halt nur etwas Geduld mitbringen, bis man bedient wurde. Und da aus der Main weiterhin die geile Mukke überschwappte merkte man es auch gar nicht. Kurz nach 4 Uhr war auch Sven Väth mit seinem Set fertig und es durften die beiden Jungs von Extrawelt an die Decks, die live auf der Bühne spielten. Extrawelt sind noch relativ neu im Geschäft und zählen zu den Artist von Cocoon Records. Auf die sollte man in Zukunft auf jeden Fall acht nehmen, denn es aus denen wird noch was. Auch im Cocoon begeisterten sie wieder die Partygäste, was natürlich gerade nach einen Set von Sven Väth sehr schwierig ist. So gab es auch keine Abwanderungswelle, was natürlich immer schnell passieren kann, wenn der Headliner mit seinem Gig fertig ist. Nicht so heute, die Beiden schaffen es wunderbar, dass die Stimmung weiter auf den Siedepunkt war. Also alles in Allen ein sehr genialer Abend und der Cocoon hat mal wieder eindrucksvoll bewiesen, warum er zu den besten Clubs in Europa zählt. Einzige Negativpunkt war halt, dass es so extrem voll war. Aus dem Grund warte ich jetzt erst mal, bis ich wieder zu Sven Väth in den Cocoon gehe. Da er eh jeden Monat da ist, kann man ja immer wieder spontan entscheiden, ob man hingeht oder nicht. Der nächste Cocoon Besuch steht jetzt erst mal am 20.02 an, wenn Karotte seinem 40. Geburtstag feiert. Dann hoffentlich aber bitte mit ein paar Leuten weniger. Review (Marco Gerdes) |