HappyRaver
HappyRaver Startseite
    Home arrow News arrow Schlechte Noten für deutsche Musiksender
Hauptmenü
Home
News
Events
Party Pics
HappyRaver Tours
Event-Review
Interviews
Gästebuch
Links
Kontakt
Impressum
Umfragen
Bei welchem Style gehst DU am meisten ab?
 
 
Login-Formular





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Hier erstellen
Besucher
Besucher: 4455169
Wer ist Online
Aktuell sind 28 Gäste Online
HappyRaver
Schlechte Noten für deutsche Musiksender PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jobber   
Donnerstag, 28 September 2006

Laut einer sozioland-Umfrage sind mehr als die Hälfte aller Befragten mit dem Musikangebot im TV unzufrieden; Beliebtester Moderator: Markus Kavka.

In einer breit angelegten Umfrage untersuchte sozioland, das Online-Meinungsportal der Respondi AG, mit Unterstützung von Pop100, die Meinung des TV-Publikums zum Musikfernsehen. Die knapp 4.500 Umfrageteilnehmer/innen wurden zwischen Ende Juli bis Anfang September 2006 unter anderem zu einzelnen Sendern, Musikformaten, der Musikauswahl und den Moderatoren befragt. Das Ergebnis kann die Branche und insbesondere die beiden großen Sender MTV und Viva nicht zufrieden stellen: Die Mehrzahl der Befragten ist mit dem Angebot an Musikprogrammen „unzufrieden“ oder sogar „sehr unzufrieden“. Der beliebteste Moderator ist laut Umfrage Markus Kavka (MTV), vor der von MTV geschassten Sarah Kuttner und Nora Tschirner, ebenfalls MTV.

 

MTV: Spitzenreiter trotz schlechtem Angebot
Auf die Frage, welcher Musiksender der Beste sei, antworteten 42,5% aller Befragten mit MTV. Damit liegt der Berliner Sender unangefochten mit weitem Abstand vor seinem fusionierten Schwestersender Viva, den nur 13,6% favorisieren.
Alle anderen Musiksender, wie Viva Plus oder die relativ jungen tunespoon.tv oder iMuisic1, tummeln sich mit deutlichem Abstand hinter den beiden Viacom-Stationen im einstelligen Bereich. Trotz dieser eindeutigen Poolposition kann sich MTV nicht wirklich auf den Lorbeeren ausruhen, denn insgesamt sind 60,1% der Befragten mit dem gesamten Musik-TV Angebot „unzufrieden“ (35,8%) oder sogar „sehr unzufrieden“ (24,3%), während nur magere 4,4% mit dem Angebot „sehr zufrieden“ sind und nur rund ein Drittel (35,6%) den Kanälen ein zufrieden stellendes Zeugnis ausstellen.
Diese schlechte Grundstimmung schlägt sich in den Einzelergebnissen nieder, bei denen auch Branchenprimus MTV nicht verschont bleibt: 25% bezeichnen das Programm des Senders als „mies“, 53,1% finden es „mittelmäßig“ und nur 21,9% konnten sich zu einem „super“ durchringen.
Noch düsterer sieht es für Viva aus: Hier schätzen sogar 42,9% das Programm als „mies“ ein, während fast die Hälfte aller Befragten (49,5%) dem Senderangebot nur das Urteil „mittelmäßig“ verpassen. So wie Viva sich präsentiert, finden im Moment nur 7,6% das Programm „super“.

Qualitätsverlust durch Fusion?
Ein bisschen besser fällt das Ergebnis für MTV in der Frage nach der Musikauswahl aus: Hier kann der Sender 29,8% der Befragten überzeugen, die diese als „super“ bezeichnen, während 18,7% die rote Karte zücken und das Urteil „mies“ fällen. Die restlichen 51,5% bezeichnen die Auswahl und die Qualität der Musik als „mittelmäßig“.
Viva kann auch in dieser Kategorie nicht wirklich punkten: 38,8% schätzen die Musikauswahl als „mies“ ein, 46,3% als „mittelmäßig“ und nur 14,9% sind mit der Qualität der dargebotenen Musik auf Viva zufrieden und lassen sich zu der Aussage „super“ verleiten. Auch die Fusion der beiden führenden Sender MTV und Viva unter dem Viacom-Dach im Jahre 2004 wird von den Befragten kritisch gesehen. Hier geben 39,4% an, dass sich das Musikfernsehen dadurch eindeutig verschlechtert hat. 13,5% sind der Meinung, dass sich das Programm dadurch zumindest etwas verschlechtert hat, während 28,8% sich nicht zutrauen, dies zu beurteilen.

Musik statt Datingshows
Was sind Gründe für dieses schlechte Abschneiden des Musikfernsehens?
Wirft man einen Blick darauf, was die Zuschauer am liebsten im Musikfernsehen sehen, so liegen Konzerte, die 56,6% der Befragten bevorzugen, und Musikvideostrecken (50,6%) weit vor den anderen Angeboten. Bei dieser Frage waren mehrfach Nennungen möglich.
Gut schneiden auch Specials ab, die sich mit einem bestimmten Musikact beschäftigen (41,7%), sowie Musiknachrichten (33,1%). Chartshows können im Idealfall noch 29,2% der potentiellen Zuschauer vor die Glotze locken. Schaut man dagegen auf die Zustimmung zu den Shows, die zu einem Großteil das Tagesprogramm bestimmen, so wird die Kritik der Menschen deutlich: Vor allen Dingen erwarten sie von einem Musiksender Musik und keine Datingshows, die nur auf 8,4% Zustimmung kommen, „Pimp my …“ (17,8%), Doku-Soaps (10,1%) und schon gar keine Call-In-Shows, bei denen verschwindende 0,6% zugaben, sie einzuschalten.

Chance für Spartensender?
Die allgemeine Unzufriedenheit mit dem dargebotenen Musikprogramm stellt eigentlich ein ideales Einfallstor für Spartensender dar, wie es sie in den USA bereits seit längerem für spezielle Musikstile wie HipHop existieren.
Eine überragende Mehrheit von 78,1% der Befragten würde dies auf jeden Fall begrüßen. Gleichzeitig trauen aber nur 17,1% diesen Sendern zu, sich auf dem deutschen Markt etablieren zu können, während 66,4% den Erfolg von Spartenkanälen von der jeweiligen Musikrichtung abhängig machen und 16,5% spezifischen Musiksendern keine Überlebenschancen einräumen. Hier herrscht also eine gehörige Portion Skepsis vor.
Unentschieden zeigen sich die Probanden bei der Beurteilung der neuen Internet-Musikkanäle, die Musikstrecken ohne Moderation anbieten. Hier findet eine knappe Mehrheit von 45,3%, dass Online-Kanäle für etablierte Sender eine ernstzunehmende Konkurrenz darstellen. 42% sind der Meinung, dass diese neuen Medien keinen Einfluss auf die klassischen Musikmedien haben. Nur 7,9% sind der Ansicht, dass MTV oder Viva sogar von Internet-Musik-TV komplett verdrängt werden könnten.

Rockpalast beliebtestes Musikformat
Bei aller Schelte, Unentschlossenheit und Skepsis stellt sich die Frage, was den Zuschauern eigentlich am Musik-TV gefällt.
So fragte sozioland auch die beliebtesten Musiksendungen und VJs ab. Die Rangliste der populären Formate führt mit hauchdünnem Vorsprung MTV Noise an. Die Show mit wechselndem Themenspecials bekam von 21,9% der Befragten eine gute Note. Auf Platz Zwei folgt dann aber schon direkt mit Rockpalast eine Nicht-Musiksenderproduktion. Für die WDR-Ausstrahlung von Konzerten können sich 21,1% erwärmen.
Den Bronze-Rang nimmt brand:neu, ebenfalls MTV, mit 17,7% ein. Es folgen Get The Clip (Viva Plus; 16,6%), TRL (MTV; 15,4%), Die Ultimative Chartshow (RTL; 13,9%) und Tracks, das hochgelobte wöchentliche Arte-Musikspecial mit 12,9%. Das regelmäßige Chartevent The Dome stößt bei 10,6% der Befragten auf Zustimmung. Überraschend fällt die Abstimmung hier nicht aus: Clipstrecken, Videoneuvorstellungen, Musikspecials und Konzertaufzeichnungen dominieren, wobei in die Phalanx der Musiksender auch Shows anderer Programme Eingang gefunden haben.

Alter Hase an der Spitze
Der beliebteste Moderator der Umfrageteilnehmer auf sozioland ist eindeutig Markus Kavka. Der MTV-VJ, der Shows wie News Mag, Rockzone und 25 Years on MTV sowie zahlreiche Specials moderiert, liegt mit 51,3% Zustimmung deutlich vor Sara Kuttner. Kuttner, die im Sommer ihren Arbeitsplatz bei MTV räumen musste, kommt in der Beliebtheitsskala auf 42%. Umso erstaunlicher ist ihr Rauswurf bei dem Berliner Sender, der mit den Quoten ihrer Show bei gleichzeitig hohen Produktionskosten unzufrieden war.
Auf Platz Drei folgt Nora Tschirner, ebenfalls MTV. Ihren Schnellsprechkünsten hören 41% gerne zu. Mit deutlichem Abstand auf das Spitzentrio folgen in der Rangliste Patrice (MTV; 26,6%), Gülcan (Viva; 24,2%), Collien (Viva; 21,3%), Klaas (Viva; 18,8%) und Mirjam (MTV; 17%). In der VJ-Beliebtheitsliste, bei der Mehrfachnennungen erlaubt waren, kann MTV also einen Sieg auf ganzer Linie verbuchen.

Alternative Music wird favorisiert
Der favorisierte Musikstil der über 4000 Menschen, die an der sozioland Online-Umfrage teilnahmen, ist übrigens das weite Feld der Alternative Music. 63,4% gaben an, am liebsten Rock, Punk oder Metal zu hören. 51,7% ordnen sich dem weiten Feld der Popmusik zu und 23,7% gaben HipHop zu Protokoll. Electro und Dance kam auf einen Zustimmungswert von 20,1%. Auch bei dieser Abfrage konnten die Teilnehmer mehrere Antworten angeben.

Back to the roots of Music Television
Insgesamt lässt die Umfrage das Angebot an Musiksendern in keinem guten Licht erscheinen. Es herrscht Unzufriedenheit vor, Alternativen zum bestehenden Senderkonglomerat werden aber trotzdem keine guten Chancen eingeräumt.
Nimmt man die Ergebnisse der Studie für bare Münze, so täten die Musikkanäle gut daran, sich auf ihre Kernkompetenz zu konzentrieren und in der Hauptsache –ihrem Namen entsprechend- Musik zu senden.

Quelle: www.sozioland.de

 
< zurück   weiter >
HappyRaver
(c) 2001 - 2010 by HappyRaver. Powered by TOOL8 Media - Werbeagentur.
HappyRaver