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Definition Hardstyle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jobber   
Mittwoch, 04 Oktober 2006
Es wird mal an der Zeit neue Reihe zu starten, in den wir euch in ungelmässigen Abschnitten eine kleine Definition unser aller geliebten Musikart des Techno präsentieren. Es gibt natürlich so viel Unterarten des Techno, dass man schon eine extra Homepage braucht, um sie alle aufzuzählen. Starten wollen wir unsere Reihe mit einer Definition von Hardstyle.

Hardstyle ist eine Untergattung der Techno-Musik, die aus einer Kombination von Hard Trance mit Hardcore-Elementen entstanden ist.

Geschichte

Es ist zu beachten, dass die Auslegung von Begriffen zur Kategorisierung eines Musik-Subgenres oft regional abhängig ist und von der örtlichen Szene stark geprägt werden kann. Entsprechend kann es auch verschiedene Varianten zur Entstehungsgeschichte geben.

 

Hardstyle entstand Ende der 90er Jahre und ist eine Bewegung des Techno, bei der (nicht immer!) ältere Klassiker mit neuem Klang unterlegt und mit einem eigentlich unpassenden Rhythmus kombiniert wurden, wodurch sich ein härterer Klang ergab, der schon fast an Hardcore Techno heranreichte.

 

Hardstyle ist das Ergebnis des sogenannten Hardcore-Overkills, als bekannte Labels wie ID&T und Q-Dance fast jeden Klassiker als Remix herausbrachten und Hardcore Techno selbst bei einigen eingefleischten Fans nicht mehr diskutabel erschien.

 

Anfang der 2000er kam DJ Dana van Dreven, besser bekannt als Lady Dana, auf die Idee, bekannte Hardcore Techno-Songs langsamer und vor allem tanzbarer zu machen. Durch die Mischung von Trance und Hardcore Techno-Elementen konnte sie sowohl die Anhänger melodischer Stücke, sowie auch die Freunde der härteren Musik begeistern.

 

 

Weitere bekannte Vertreter sind Deepack, Charly Lownoise, DJ Luna, Technoboy, DJ Isaac, Blutonium Boy, DJ Pavo, DJ Zany, Alpha Twins , Max B Grant.

 

 

Hardstyle Charakteristiken

 

Hardstyle wird mittlerweile von vielen Anhängern als eigenständig angesehen und hat auch mit seiner ursprünglichen Form, wie oben beschrieben, nur mehr wenig gemeinsam. Hardstyle beginnt im Bereich von etwa 140-150 Bpm. Das oft charakteristische an dieser Musikrichtung ist der Aufbau zum Finale, der für gewöhnlich in drei Stufen vor sich geht:

 

-Melodisch klingendes Motiv

-spielerisch-, experimentiell abgeändertes Motiv

-abstrahiertes, meist nur mehr mit wenigen Tönen gespieltes, chaotisches Motiv (z.B. können zwei unterschiedliche Motive übereinander gelegt werden)

Das typische an Hardstyle ist der Grundrhythmus, bei dem die ursprüngliche Soundarchitektur eines klassischen Technosongs (Bassdrum, Hihat, Snaredrum, Hihat) benutzt wird, jedoch die Snaredrum klanglich z.B. an eine Reflexion von großen Hallenwänden erinnert. Dieser Trick verursacht beim Zuhörer den Eindruck, als ob die Musik eine besondere Durchschlagskraft hat. Dies ist auch der Grund, warum Hardstyle in einigen Fällen im Gegensatz zu Hardcore auf Übersteuerung verzichten kann.

 

Auch das verspielte Hantieren mit Beats, Bassline (Offbeat), Snaredrums und Co. sind für diese Musikrichtung charakteristisch aber nicht zwingend. Ein weiteres Merkmal sind die abrupten Aussetzer des Rhythmus (Break) und dessen ebenso abrupte „Rückkehr“; auch müssen Rhythmus und Motiv nicht im selben Tempo sein.

 

Neu ergibt sich sogar innerhalb des Hardstyle-Genres eine Art Spaltung zwischen niederländischem und italienischem Hardstyle, wobei der italienische meist unkomplexer und simpler gestaltet ist. Der niederländische Hardstyle ist dagegen melodischer und ähnlicher dem Trance. Der deutsche und schweizer Hardstyle ist dem Niederländischen ähnlich.

 

Quelle: www.hardstyle-club-event.de und www.wikipedia.org

 
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