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Sommer, Sonne, Superstimmung – und das hoch 15. Der Love Family Park,das beliebteste Sonntags-Open-Air der elektronischen Musikszene, feierte am 4 Juli seinen 15. Geburtstag. Seit 1995 hat der Love Park seinen festen Platz im sommerlichen Terminkalender und verwöhnt seine Family verlässlich mit strahlendem Sonnenschein, liebevoller Deko und einem Line-Up der Extraklasse. Los ging es für uns gegen11.50 Uhr als es mit der S Bahn über den Frankfurter Hauptbahnhof zum Gegenstück den Hanuer Hauptbahnhof ging. Befürchtungen über zu heiße Temperaturen blieben erstmal aus, denn nach 36 bis 38 Grad am Vortag blieben wir am Vormittag und am Mittwoch bei bedeckten 25 Grad. Nach 15 Uhr kam dann auch endlich die Sonne heiß und bescherte uns einen herrlichen Sommertag bei ca. 30 Grad Temperatur. Die Sonne blieb dann auch bis zum Schluß. Als das Festival schon vorbei war, kam gegen 23 Uhr der erste Regenschauer nach Wochen langer Dürre, aber da war schon wieder in Frankfurt zurück. Soviel zum Wetter, kommen wir zum Gelände. Die Mainwiesen in Hanau befinden sich nur wenige Gehminunten vom Bahnhof entfernt. Die Strecke dorthin war grössenteils abgesperrt gewesen, damit auch ja keiner auf die Idee kommt auf die Straße zu gehen. Die waren dann als es nach Hause ging auch abgesperrt. Der Einlassbereich wurde in 2 Kontrollen unterteilt. Die eine Seite für Leute ohne Taschen und Rucksäcke (damit es auch schneller geht) und die andere Seite halt für Leute mit Taschen etc. Man musste dann noch ein paar Meter laufen, bis man endlich auf den Gelände war. Wenn dort nicht das Festival wäre, wäre es nur eine ganz normale Wiese, die man im Vorbeifahren (über die Wiese führte eine Autobahnbrücke, ideal um sich später vor der Sonne zu schützen), nicht wirklich wahrnehmen würde. Aber am heutigen Sonntag war natürlich alles ganz anders. Es gab insgesamt 3 Bühnen. Desweiteren befanden sich natürlich die sonst üblichen Sachen, die man auf Festivals findet. Verschiedene Merchandise Stände (belibt war vor allem der Sonnenbrillenstand), Getränkebereiche, der Fressbereich und Dixi Klo´s en masse. Bezahlen konnte man an den Getränkestande nur mit Wertgutscheine zum Stückpreis von jeweils 10 Euro, die es an mehreren Bonkassen gab. Bei einigen herrschten natürlich lange Schlange, während bei anderen, die eher versteckt waren, man sofort dran kam. An den Essenständen könnte man dagegen nur mit Bargeld bezahlen. Die Preise waren auf normalen Festivalnivau. 0,4 l Bier z.B. 4 Euro, Cola 3 Euro, Mixgetränke 7 Euro. Dazu kam jeweils noch 1 Euro Pfand. Pfand ist ja sowieso immer ein gutes Zusatzgeschäft für die Veranstalter. Denn um Pfand auch zurückzubekommen musste man ja neben den Becher noch die Pfandmarken (kleine Zettel) aufbewahren. Das je später der Abend, desto häufiger die Becher nicht zurückgehen liegt klar auf der Hand. Ebenso, dass auf den Wertgutscheinen u.U. 1 bis 2 Euro übrig bleiben, für die man natürlich kein Getränk bekommt. Man könnte sich zwar nochmal den Bonkassen anstellen, um das Geld zurückzubekommen. Nur wer macht das wegen 1 oder 2 Euro. Bei 30.000 Besuchern kommt da natürlich auch einiges zusammen. Es gab auch eine kleine Aussichtsplattform, wo man sitzend, liegend oder stehend (je nachdem welches Bedürfnis man gerade hatte) das Treiben auf den Wiesen beobachten konnte. Einige Bäume und sogenannte Tipi Zelte boten zudem noch etwas Schatten vor der Sonne, die man aber gut aushalten konnte. Das wäre ein Tag vorher etwas problematischer geworden. Zudem war auch noch eine große Wasserwand im hinteren Bereich aufgebaut. Hier konnte man eine schöne Abkühlung holen oder einfach das Handtuch nass machen. Zur Musik selber. Zuerst einmal haben wir den guten Onur Özer gelauscht, der schon gut mit einen technoiden Set loslegte und Spass auf mehr machte. Nicht so angetan waren wir von Magda auf Bühne 2. Typischer Minimal Sound. Mal für 20 bis 30 Sekunden einen Höhepunkt und dann wieder minutelanger montoner Sound, der wahrscheinlich nur unter Koks stehenden Leuten Bewegungen rauszaubern kann. Aber jedem das Seine. Um 14 Uhr fing dann auf Bühne 1 Reboot live an. Fing natürlich erstmal langsam an (aber im Gegensatz zu einem Plastikman aka Richie Hawtin auf der Time Warp, der wahrscheinlich heute noch beim Intro wäre, ging es dann nach einigen Minuten gut los. Zwischendurch auch mal bei Bühne 3 und Matthias Tanzmann vorbeigeschaut. Um 15 Uhr fing dann Sven Väth mit seinem siebenstündigen Set an. Da bei einem so langen Set es natürlich natürgemäß immer etwas dauert, bis es losging, verbrachten wir die Zeit erstmal noch ein bisschen, um uns mit einem kleinen Imbiss zu verstärken sowie um das Wetter zu genießen. Gegen 16 Uhr ging es dann vorbei an Väth zur Bühne 2, wo Loco Dice mit seinem Set begann. Vor ihm legte noch Marco Carola auf. Fand ich jetzt aber nicht so stark. Loco Dice war da schon eine deutliche Spur besser und bie mittleren herrlichen Sonnenschein konnte man den Sound bestens genießen. Nach Loco´s Set ging es erstmal wieder Richtung Dixi Klos, wo mittlerweile die Kacke am Dampfen war. Wir begaben uns wieder auf den Weg zwischen Bühne 1 und Bühne 3, wo mittlerweile DJ Hell am Auflegen war. Hier bekam man nun von beiden Seiten die Musik ab, von links elektrische Beats von Hell, von rechts technoid/minimal/house lassiger Sound von Papa Väth. Je länger das Set von Sven wurde, desto schneller ging es bei ihm auch und das ein oder andere Sahnehäupchen aus der Vergangenheit zauberte der Nationalkapitän des deutschen Technos hervor. Jetzt konnte es richtig loslegen. Das ist halt das Schöne bei Väth. Gerade bei längeren Sets auf Festivals steigert er sich immer mehr in ein Set rein und spielte sehr viele guten alten Scheiben. Ansonsten ist er was die Clubs angeht, doch in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden. Kurz vor 22 Uhr fing dann das Feuerwerk an. Schade nur, dass es noch nicht so richtig dunkel war. Da freue mich schon auf die Green and Blue im September, wenn man die Dunkelheit hineinfeiern kann. Schnellstens Schrittens ging es zurück zum Bahnhof und mit der Regionalbahn nach Frankfurt zurück. Es stand ja noch eine After Hour im Cocoon Club mit Marco Carola, Karotte und Loco Dice auf den Programm. Erstmal wurde sich umgezogen, kurz gestärkt und dann auch schon wieder zum Frankfurter Hauptbahnhof zurück. Von dort mit den Taxi zum Cocoon Club, wo wir gegen 0.45 Uhr ankamen. Zum Cocoon Club selber schreibe ich jetzt nicht viel, da ja davon genug schon in alten Reviews steht. Der Cocoon war leider nur brechend voll. So voll habe ich ihm eigentlich noch nie erlebt, weder bei Sven´s monatlichen Partys, noch bei seinem Birthday Partys. Selbst wenn es in der Main brechend voll ist, ist es doch auf den Flur um die Mainhall herum oder im Micro oder Silk deutlich leerer. Jetzt waren aber alle 3 Floors voll. Deshalb sind wir auch nicht ganz so lange geblieben. Der Sound war zwar genial, aber irgendwann ging einen die Masse doch etwas auf den Keks. Deshalb ging es mit den Taxi heimwärts. Fazit: Perfektes Wetter, zum größten Teil gute Musik, top Leute. Was will man mehr. Von daher hat sich der Besuch des Festivals gelohnt. Die Green and Blue aus dem Vorjahr fand ich jedoch noch ein Spur besser. Review (Marco Gerdes)
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