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Live Ticker von WDR: 12:09 Uhr] Die Pressekonferenz im Duisburger Rathaus hat begonnen. Stadt, Organisatoren und Rettungskräfte geben Statements ab. Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) erklärt, er trauere um die Opfer. Er will "zum Schutze seiner Mitarbeiter" heute nicht mehr zu den Vorgängen vor Ort sagen. Er stehe den ermittelnden Behörden voll zur Verfügung. Sauerland bedankte sich bei allen, die bei der Rettung und Hilfe am Samstagabend an ihre Grenzen gegangen seien. Der Oberbürgermeister kündigte Besuche bei den Verletzten im Krankenhaus an. [12:11 Uhr] Veranstalter Rainer Schaller erklärt: Es wird keine weitere Loveparade geben. "Worte reichen nicht aus, um das Maß meiner Erschütterung zu erklären", sagte er. "Mir ist alles daran gelegen, die Geschehnisse vollständig aufzuklären." [12:13 Uhr] Der Leiter der Duisburger Krisenstabs, Wolfgang Rabe, erklärte, er habe am Sonntagmorgen alle seine Unterlagen der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. Vor der Presse wollte er wegen der bereits begonnenen Ermittlungen keine weitere Aussagen machen. [12:15 Uhr] Detlef von Schmeling (Polizei Duisburg): Unter den 19 Toten befinden sich ein Niederländer, ein Australier, ein Italiener und ein Chinese. Die meisten Toten seien auf der westlichen Seite der Zugangsrampe gefunden worden. Es sind noch nicht alle Opfer identifiziert. Die Staatsanwaltschaft habe sofort ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. [12:17 Uhr] Von den bei der Katastrophe getöteteten Besuchern ist keiner im Tunnel zum Festgelände ums Leben gekommen, sagt Detlef von Schmeling von der Polizei. 14 seien von einer Metalltreppe an der westlichen Seite des Zugangs gestürzt, zwei seien an einer Plakatwand am Aufgang zum Gelände ums Leben gekommen. Die anderen verstarben im Krankenhaus. [12:20 Uhr] Vertreter der Stadt und der Veranstalter wollen zu detaillierten Fragen der Journalisten keine Stellung nehmen und verweisen auf die laufenden Ermittlungen. Veranstalter Rainer Schaller will die Ermittler aber bei einer "lückenlosen und schnellen Aufklärung der Tragödie" unterstützen. [12:24 Uhr] Detlef von Schmeling von der Polizei will zu den Toten zunächst keine weiteren Details bekannt geben. Die Opfer seien zwischen 20 und 40 Jahre alt. Eine tote Person stamme aus Düsseldorf. [12:25 Uhr] Detlef von Schmeling will die Zahl der Besucher, die der Veranstalter bekannt gegeben hat (1,4 Millionen), nicht bestätigen. Sicher sei zur Zeit nur, dass zwischen 9 und 14 Uhr 105.000 Raver mit den Bundesbahn angereist seien. [12:32 Uhr] Krisenstabsleiter Rabe sagte, der Veranstaltungsplatz auf dem alten Güterbahnhof könne grundsätzlich gut bis zu 300.000 Menschen aufnehmen. Er sei zum Zeitpunkt der Unglücks nicht vollständig gefüllt gewesen. Was dazu geführt hat, dass es zum Stau an der Rampe gekommen ist, sei Teil des Ermittlungsverfahrens und daher nicht Gegenstand dieser Pressekonferenz, stellte Polizeipräsident von Schmeling klar. Die Polizei habe vor dem Unglück eine zweite Zugangsrampe geöffnet, damit der Druck auf den ersten Zugang nachlassen könne. [12:38 Uhr] Die Veranstalter wollten sich nicht dazu äußern, wie der Zugang durch den Tunnel zum Festgelände vor Beginn der Loveparade mit Blick auf die Sicherheit der Besucher bewertet wurde. Der Sprecher der Veranstalter Lopavent, Björn Köllen, verwies auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Polizeipräsident Schmeling sagte, die Polizei sei mit mehr als 4.000 Kräften bei der Veranstaltung im Einsatz gewesen [12:42 Uhr] Teil des Sicherheitskonzeptes sei gewesen, den Zugang zum Tunnel zu regulieren, sagt Detlef von Schmeling (Polizei Duisburg). Das sei den ganzen Tag über durch die Polizei erfolgt. Der Zugang zum Gelände sei zu keinem Zeitpunkt gesperrt gewesen. Zum Zeitpunkt des Unfallgeschehens hat es nach Informationen von Schmeling durchaus noch Bewegungsmöglichkeiten auf der Rampe gegeben. "Es liegen keine Erkenntnisse vor, nach denen es einen so großen Druck auf den Tunnel gegeben hat, dass es zu diesem Unglück kommen musste", sagte von Schmeling. [12:43 Uhr] Detlef von Schmeling widerspricht Berichten, dass die Polizei den Besuchern rund um den Tunnel nicht geholfen habe. Außerdem habe es nach seinem "persönlichen Eindruck" keine "Massenpanik" geben. [12:50 Uhr] Adolf Sauerland (CDU): "Wir haben alle Fragen, die beantwortet werden wollen." Persönliche Konsequenzen aus der Katastrophe schließt der Bürgermeister aus. Er begrüßte, dass jetzt die Staatsanwaltschaft "von Amts wegen" die Klärung der Verantwortung übernimmt. Erst dann könne auch über mögliche Fehler bei der Vorbereitung und Durchführung der Loveparade gesprochen werden, sagte er. [12:51 Uhr] "Schusswaffengebrauch kann ich nicht bestätigen - auch nicht die Androhung des Schusswaffengebrauchs", sagte der stellvertretende Polizeipräsident Schmeling. Auch die Bundespolizei wies entsprechende Berichte zurück. 12:59 Uhr] Die Frage der Zuwege sei vorher mit vielen Sachverständigen und allen beteiligten Behörden geprüft worden, sagte Krisenstabsleiter Wolfgang Rabe. Es sei ein "ausgeklügeltes System" entworfen worden, um weitere Zugänge zu schaffen. Auch dieses System sei durch Sachverständige geprüft worden. [13:01 Uhr] Veranstalter: Es gab Überwachungskameras auf dem Gelände. Ob das Bildmaterial zur Aufklärung beitragen kann, ist noch unklar. [13:03 Uhr] Die Pressekonferenz im Duisburger Rathaus ist beendet. Die Teilnehmer gehen jetzt zu einer weiteren Sitzung des Krisenstabes. Quelle: WDR Online
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