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Masters of Hardcore Nachbericht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jobber   
Montag, 16 Oktober 2006

Nun ist es schon einige Tage her, als die grösste Hardcore Party in Deutschland in der Dortmunder Westfallenhalle stattfand. Die Halle war wieden ausverkauft und es gab richtig Geballer auf die Ohren, getreu nach den Motto Hard, Laut, Krank. Aber lest selbst den Augenzeugenbericht von Sven, der euch davon berichtet, was ihr verpasst habt.

 

"Am 7 Oktober 2006 lud Art of Dance wieder zur Masters of Hardcore in die Dortmunder Westfallenhallen. Nach dem durchschlagendem Erfolg im letzten Jahr konnte man aber auch damit rechnen. Das Line-up konnte sich durchaus sehen lassen. Und so hatte ich mich mit ein paar Kollegen schon um 8 Uhr auf den Weg nach Dortmund gemacht. Wer jetzt allerdings denkt das es von Gelsenkirchen nach Dortmund nur ein Katzensprung ist, der irrt. Gerade wenn man auf Öffentliche Verkehrmittel setzten muss ist man nicht gut bedient. In Dortmund kamen wir gegen viertel vor 9 an und mussten dann noch 30 Minuten auf die U-Bahn zu den Westfallen Hallen warten. Da wir aber viele alte Jungs und Mädels von früher wieder trafen, war die Wartezeit dann auch nicht ganz so lange. Als die Bahn dann endlich kam, lag dann noch eine halbe Stunde Bahnfahrt vor uns. Wer rechnen kann wird merken dass wir dann erst um viertel vor 10 an den Hallen angekommen sind. Meine Jungs und Ich waren erst mal völlig trocken und mussten dann an den nächst besten Bierstand, um erst mal zu Tanken. Zum Glück gab es das Bier in Plastikbechern, sodass wir es mitnehmen konnten als wir uns vor den Hallen in die riesige Schlange stellten. Zu meiner Überraschung verlief der Einlass aber recht flott, sodass wir nur ca. 15 Minuten brauchten um in die Hallen zu gelangen. Das lag natürlich an den Damen und Herren die für die Leibes Visitation verantwortlich waren. Wie ich erst später bemerkte waren in meiner Ärmeltasche noch zwei Kondome. Wen man genau gefühlt hätte, hätte man das auch für andere Sachen halten können. Das Ergebnis dieser legeren Durchsuchung, konnte man dann später in den Gesichtern, oder besser gesagt Augen vieler Leute erkennen. Auch die Abgabe der Jacken dauerte "nur" geschätzte 20 Minuten. Also alles in allem ging es für so eine große Party recht zügig vonstatten.
 Als wir dann in die Mainhall eintraten, viel natürlich erst mal die Bühne ins Auge. Diese sah aus wie auf einem Friedhof. Nur halt mit den MOH Schädeln. Sehr gelungen wie ich und meine Kumpels fand. Der erste DJ den wir dann hörten war Gigi und ehrlich gesagt nicht wirklich der Burner. Deshalb wurde dann auch sofort die Classics Halle aufgesucht. Der Name des DJ`s der dort drehte ist mir nur leider entfallen, ich glaube aber es war Chosen Few. Dieser heizte die (sehr Holland lastige) Crowd gut ein, sodass wir dort auch erst mal blieben. Eine bekannte die wir dort trafen hatte zufällig ein Line-up dabei, sodass wir rechtzeitig zu Dione wieder in der Main Hall waren. Aber auch dieser Auftritt war nicht wirklich was besonderes . Man hätte es auch einen Live-Act nennen können da er fast nur seine eigenen Platten spielte. Für viele nicht verkehrt, aber so eine großer Dione Fan bin ich dann auch nicht. Nach Dione war dann Ophidian als Live-Act dran. Der Junge sollte endlich mal aufhören innerhalb von einer halben stunde, drei mal das selbe Lied zu spielen (Butterfly). Aus Protest sind wir dann auch aus der Halle raus, zumal auch noch DJ Paul und seine Offensive Crew danach dran waren. Und den Scheiss den die spielen kennt man schon seit zig Jahren. Wenn der gute Paul nur mal etwas mehr neuen Kram in den Act packen würde wäre es ja noch akzeptabel, aber ständig die alten Schinken von ihm zu hören muss wirklich nicht sein. Also ab in die Classics Halle und zu den Beats von Manga und Weaxweazle gefeiert.  Als die beiden fertig waren ging es zurück in die Main Hall wo wir noch den Rest von D-Spirit mitbekamen. Dann wurde es aber doch mal Zeit von den Sitzmöglichkeiten in der Halle gebrauch zu machen, sodass wir uns den Auftritt von Noize Supressor in aller "Ruhe" angucken konnten. Danach kam der Auftritt des Abends. Nämlich der von Day-már. Man hatte bei dem Auftritt echt alles ausgepackt was ging. Sie wurde von fünf Frauen mit Fackeln einmal quer durch die Halle geleitet, die Lasershow wurde auch endlich mal gezeigt und selbst die paar Gesangsparts im offiziellen Antheme der MOH, wurden von einer Frau gesungen. Das Set, dass die gute Day-már spielte gehörte zu den besten des Abends.

 Nachdem die gute Frau fertig war, war es an der Zeit für den Live-Act von the Destroyer. Dieser war durchaus gelungen, nichts besonderes aber auch nichts schlechtes wurde gespielt. Um ca.  2.40 Uhr stand uns dann 2 Stunden extremster Mainstyle bevor, da Outblast und Evil Activities zusammen an den Tellern standen. Also sind wir mal wieder in die Classics Halle geflüchtet wo gerade die "Innovators of MOH" Bass-D und King Matthew die Teller drehten. Hier war für jeden was dabei. Ob kitschiger Holland Old School oder der gute alte Acardipane Sound rund um Tschabos, 6 Pack und ähnliches. Zum Glück sind wir aus dem pubatärem Alter raus,  sodass wir uns den Auftritt von den Rotterdam Terror Corps nicht angetan haben.
Nachdem ich die Bilder am Tag darauf von dem Auftritt gesehen habe, war ich auch ganz froh über unsre Entscheidung. Also manche von den Mädels sehen echt so aus, als hätte man vorher einen Abstecher auf die Repperbahn gemacht um dort ein paar Mädels für den Auftritt anzuwerben. Der Sound ist eh immer derselbe und ändert sich auch nur alle Hundert Jahre. Also blieb uns nichts anderes übrig als in die Main Hall zu gehen wo Outblast und Evil Activities immer noch ihr Unwesen trieben. An diesem Abend wurden wir wirklich nicht verschont, denn es wurden alle ehemalige Floorfiller "a lá Zombie" ausgepackt. Lieder die man einfach nicht mehr hören wollte. Nach einer halben Stunde wurde es uns zu bunt und wir machten gebrauch von den vielen Imbissbuden in den Hallen. Dies dauerte dann auch wieder ca. ne halbe Stunde. Wir blieben noch kurz in der Classics Halle wo nun Weirdo drehte, bis wir uns dann pünktlich zum Auftritt von Promo und D-Passion wieder in der Main Hall versammelten.
Zum Auftritt: Absolute Enttäuschung. Ein so schlechtes Set habe ich selten von den beiden gehört. Man versuchte es noch mit "Extreme Terror" zu retten. Aber da man zuvor Neophyte spielte, was ich sehr selten, bzw. glaube ich noch nie von den Jungs, gehört habe. Nun ja, aber bei Promo ist der untere Durschnitt immer noch besser als das Gedudel von Outblast und EA. Als die beiden Jungs von Third Movement fertig waren kam dann auch ein DJ auf den ich gewartet hatte, nämlich Reanimator. Was der Junge in den ersten zehn Minuten spielte war für mich fast ein Grund wieder die Tanzfläche zu stürmen. Obwohl ich ehrlich sagen muss, dass mir Irgendetwas an seinem Auftritt nicht gefiel. Nachdem er noch eine halbe Stunde drehte war ich der festen Überzeugung, dass der Junge entweder total besoffen oder unter Drogen stand. Denn was er sich dann da zusammendrehte war schon nicht mehr schön. Das schienen die Veranstalter ebenso zu sehen und verkürzten den geplanten 1 Stunden Auftritt auf ca. 40 Minuten. Für mich die Enttäuschung der gesamten MOH. Man hörte sogar einige Pfiffe und Buh-Rufe als er noch mal vom MC angesagt wurde, was wirklich selten auf  solchen Partys vorkommt, da doch jeder DJ, der dort auflegt, eine gewisse Lobby vorzuweisen hat.
Danach war es dann Zeit für Angerfist und meinen 45 Minuten Schlaf. Ich wusste echt nicht warum, aber ich bin während des Auftrittes der Jungs einfach weggepennt. Etwas was mir selten passiert, zumal der Act wirklich nicht schlecht war. Nichtsdestotrotz war nun Nosferatu an der Reihe. Und ich wieder bei bester Laune. Wäre nach Reanimator die Party vorbei gewesen, so hätte ich mein Eintrittsgeld (immerhin stolze 43 €) zurückverlangt. Aber bei manchen Dj`s zeigt sich dann auch, wieso man sie als Profis bezeichnet. Nosferatu spielte ein sehr gutes, sehr solides Set und weckte mich damit endgültig aus meinen Träumen auf. Nach Nosferatu kam einer meiner absoluten Favorites und auch der letzte DJ des Abends. Nämlich Unexist. Der Junge ist einfach göttlich hinter den Tellern. Leider konnten wir nur eine knappe halbe Stunde seines Auftritts mit anhören, da wir die erste U-Bahn Richtung HBF nehmen wollten. Trotzdem hatte sich das warten bis zum Ende wirklich gelohnt, da gerade die beiden letzten DJ`s die Party noch gerettet haben. Trotzdem werde ich mir vor der nächsten MOH in Deutschland ganz genau überlegen ob ich dann einfach die Karte, ohne ein Blick auf das Line-Up zu werfen. Zum Glück muss ich aber sagen, habe ich vor der Westfallen Halle eine Flyer Tüte mitgenommen in der ich mich sofort in die nächste Party am 11. 11. verliebt habe. Wer genaueres dazu wissen will dem empfehle ich die Seite www.Beterkomjeniet.nl  Für alle Fans von Darkcore, Industrial und Frenchcore wird hier Garantiert was dabei sein. Kleine Randnotiz: Ich war dann auch endlich, leicht Alkoholisiert, um halb Zehn morgens zuhause. So nun noch ne kleine Auflistung meiner Tops und Flops. Lob, Kritik und sonstiges zu meinem Bericht könnte ihr gerne im Gästebuch von Happyraver schreiben. Sollte die Resonanz nicht allzu negativ ausfallen, werde Ich wieder ein Bericht zu der oben beschriebenen Party in Holland liefern. Bis dann verbleibe ich mit einem einfach: Tschüss bis bald.

MVP:
Day-már

Top:
Nosferatu
Unexist
Bass-D and King Matthew

Flop:
Reanimator
Evil Activities and Outblast
Gigi "

Wir bedanken uns noch mal bei Sven für den wirklich mehr als gelungen Bericht.

 
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