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10.11.2006 - Trance Energy - Fun Factory PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hannibal   
Dienstag, 21 November 2006

Im Gegensatz zum Fun Rave – The Hard Edition, der 2 Wochen zuvor nicht wirklich hart war, gab es in dieser Nacht mal richtig auf die Mütze! Bereits um  24 Uhr begann Melanie Di Tria, die Anlage mal richtig durchzuchecken. Es wurde direkt mit Hardstyle, vorwiegend aus Holland und Deutschland ordentlich eingeheizt. Die Party war genial, es waren geschätzte 800 Feierschweine in der Main-Area, für meine Begriffe deutlich zu viele auf der Tanzfläche. Wer sich einen Platz suchte, der suchte lang! Die Fun hat offensichtlich nach viel hagelnder Kritik seitens der Hardstyle-Fans endlich eingelenkt. Melanie hat sich nicht bemüht, Ihr Set etwas „sanfter“ zu spielen. Als ich ihr im Nachhinein erzählte, dass dies eigentlich ein „Trance-Event“ ist, war sie doch sehr erschrocken und es tat ihr schon fast leid. Aber ich glaube, die Masse hat es ihr auf der Stelle verziehen. Kurz danach kamen dann die Bangbros zum Zug und machten weniger munter weiter. Zwar war die Musik recht hart, die sie auflegten (vielleicht wollten sie sich ja an Melanie messen), allerdings haben sie wie gewohnt ordentlich getankt und waren auch schon sichtlich müde von ihrem ersten Auftritt an dem Abend, wo auch immer der war. Die Übergänge waren jedoch nahezu perfekt aufgelegt. Diese Feststellung in Verbindung mit der Beobachtung, dass sie nicht viel an den Reglern drehten, lässt die Vermutung zu, dass dieses Set bereits fein säuberlich im Studio vorbereitet wurde. Ein Spruch schickte mich dann unweigerlich ins Gourmero, eine Pizza essen, um schlimmeres zu verhindern: „Wir sch*** auf HARDSTYLE“. Und das aus dem Mund von Franky B. ist zum Glück (für ihn) etwas in der Masse untergegangen und war mal glatt der Reinfall des Abends. Immerhin haben die Bangbros diesesmal geklotzt und nicht gekleckert, was die harten Klänge anging. Auf Hardstyle sch**en und ihn gleichzeitig spielen, das verdient Anerkennung!
Nachdem die Bangbros dann abgezogen sind, hat der Resident The Flow noch mal dafür gesorgt, dass die Stimmung nicht abkühlt. Dennoch sind viele Besucher nach dem Gig von den Bangbros nach Hause gefahren, offensichtlich waren sie nur wegen denen da. Das wiederum zeigt mir, dass die Masse nicht gerade meine Meinung hat, denn ich persönlich halte nicht viel von den Bangbros, aber jedem das Seine!
Melanie war so freundlich und griff Flow zum Abschluss noch mal unter die Arme. Ich nutzte die Möglichkeit um noch mal den einen oder anderen Wunsch in Richtung Hardcore und Happy Hardcore zu äußern, welche sie strikt ablehnte. Sie sagte nur „Ja nee, das geht doch nich, wir schranzen ja jetzt“. Das ließ glatt mal direkt meine Augen leuchten. Zum Schluss wurde also noch mal etwa 40-50 Minuten allerfeinster Schranz gespielt, bevor dann um 5:20 Uhr die Lichter angingen. Für mich etwas zu früh, da noch immer etwa 100 Gäste in der Main zu finden waren, aber unterm Strich sicherlich ein Gelungener Abschluss!

Fazit: Die Fun benötigt dringend einen Nachhilfe-Lehrer für die Eventmanager. Es ist schon merkwürdig, dass auf einer „Hard Edition“ nicht viel mehr als Hardbass gespielt wird und bei einem Trance Event keinerlei Trance, sondern überwiegend Hardstyle mit einer feinen Schranz-Note zum Besten gegeben wird.
Dennoch war der Abend absolut empfehlenswert!!!

Review: Hannibal
Bilder: Julian


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