|
Und wieder ist der Time Tunnel Geschichte. Eine anstrengende, aber auch gleichzeitig erlebnisreiche und geile Party geht zuende. Wir sind diesmal mit den Zug angereist. Auf der Fahrt keine sonderlichen Zwischenfälle, ausser dass ein Junggesellenabschied im Zug gefeiert wurde. Möglichkeiten also, den ein oder anderne Kurzen abzustauben und Unterhaltung hatte man somit eh auf der Hinfahrt. In Hamburg angekommen ging es dann auch gleich zum Wallringtunnel. Dieser Tunnel führt unter den Hauptbahnhof und wurde extra für die Party abgesperrt. Bei den Eingängen gab es auch wieder etwas Chaos. Aber jedenfalls wurden diesmal drei Eingänge geöffnet, aber so richtig an der Reihenfolge hat man sich auch nicht gehalten. So ging man einfach mit der VVK-Karte durch die Abendkasse, weil da gerade keine Schlange war. Danach ging es erst mal den langen Weg den Tunnel runter. Am Anfang gab es u.a. einen Kiosk und die Garderobe. Ferner natürlich auch diverse Sitzmöglichkeiten auf Bierbänken und sogar einige Sonnenliegen waren aufgestellt. Diese waren natürlich bei der begrenzten Menge sofort besetzt. Aber viele Möglichkeiten zum Sitzen gab es natürlich. Es wurde halt einfach auf den Bordsteinen oder direkt auf der Strasse Platz genommen. Es gab 2 Röhren, was so auch sehr gut war. Denn während in der einen Röhre die Party stattfand, gab es in der 2 Röhre die Toiletten. Dort auch mal eine Möglichkeit zum Chillen, wenn man keine Lust mehr auf den Sound hatte. Es gab leider nur ein DJ Bereich, was dazu führte, dass bei der Masse der DJ´s nur jeder 30 Minuten aufgelegt hat. Das war etwas negativ. Hier wäre das Motto, "Weniger ist Mehr" angebrachter gewesen. Vor allem hätte man vielleicht diverse Tunnel Residents DJ besser nicht an die Turntables lassen sollen. Bester DJ an den Abend waren eindeutig Proteus und Korsakoff. Während Korsakoff nicht nur beweisst, dass sie gut aussieht, nein sie kann auch verdammt gut auflegen und hat einen sehr harten Sound gespielt. Die Korsakoff Rufe von der Menge war hier auch absolut berechtigt. Proteus (ein DJ aus Finnland) hat eine absolut geile Show abgezogen. So wie er abgegangen ist, habe ich nur noch auf das Stagediving von ihm gewartet. Auf jeden Fall ein purer Genuss und eine absolute Pflicht ihm mal live zu sehen. Ansonsten hat man wirklich was verpasst. Der große Beifall am Ende des Sets für Proteus war auch hier absolut gerechtfertigt. Luna hat mir leider nicht so gut gefallen. Er hat zwar sehr gut aufgelegt und schönen harten Sound gespielt, im Bambu gefiehl er mir aber ein Tick besser. Paul Elstak und Alex Kidd seien noch erwährenswert, die richtig geilen Hardcore gespielt haben. So geht das auf jeden Fall um die Menge zum Rasen zu bringen. Der Sound war leider nur etwas laut, so dass man enige Meter in Sicherheit gehen musste, wenn man nicht gerade einen Gehörschutz hatte. Etwas enttäuscht war ich wie gesagt von einigen Tunnel Residents, die zwar nicht unbedingt schlecht aufgelegt haben, haben einfach den falschen Sound zur falschen Zeit gespielt hat. Zwischen 2 Hardcore Sets ein langsames Set zu spielen ist irgendwie etwas falsch. Sehr schlecht fand ich Marc Acardipane. Ich kann diesen Typ einfach nicht mehr hören. Sollte verboten werden. Immer grössenteils das selbe Set was er spielt. Nicht viel Neues bei ihm. Der MC nervt auch nur noch tierisch. Der sollte mal zu Bangbros gehen. Dort ist er besser aufgehoben. Nach den Time Tunnel ging es noch zur After Party in den Tunnel an der Reeperbahn. Dort wurde nicht so harter Sound wie im Wallringtunnel gespielt. Aber kein Problem, könnte man doch gut chillen und noch das ein oder andere Getränk zu sich nehmen. Je später der Morgen wurde, desto voller wurde auch der Tunnel. Insgesamt gesehen lässt sich als Fazit festhalten, dass bis auf ein paar Kritkpunkte, (ok, irgendwie hat man ja immer was zu bemängeln, die perfekte Party gibt es nun mal leider nicht und das ist vielleicht auch ganz gut so. Sonst hätte man auch nicht so viel, worüber man schreiben könnte) der Time Tunnel ein voller Erfolg war. Lob an das Tunnel Team für die Organisation dieser nicht gerade kleinen Party und zudem auch ein Lob dafür, dass sie auch mal andere Wege gehen um erfolgreiche und interessante Events zu bieten. Weg von der 08/15 Schiene, hin zu aufregenden Events, über die man noch längere Zeit spricht. Von daher weiter so Tunnel. Und es hat schon seinen Grund, warum viele den Tunnel Track als den Besten auf der Love Parade bezeichneten. Aber nun genug der Worte. Viel Spass mit den Bildern Review (Marco Gerdes) Fotos (Tim Schröder) Zu den Bildern |